Pixelprojekt_Ruhrgebiet - Hofkultur

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Wolfgang Fröhling, Bottrop, 2004-2006 (zurück zur Übersicht)

Der Begriff „Hofkultur“ scheint zunächst die falsche Wortwahl zu sein und ist meistens mit anderen Assoziationen belegt. Es verhält sich dabei aber so wie mit dem Wort „Landschaft“ wenn man ein Industriegelände beschreibt. Wir reden Heute selbsverständlich von „Industrielandschaft“.

Seit Ende 2004 fotografiere ich in den Hinterhöfen der Region, die im Allgemeinen als „Revier“ bezeichnet wird. Das Revier, die Region opferte seine Landschaft der Industrie, seine Flüsse dem Wohlstand. Die Menschen die hier arbeiten schufen sich in ihrem privaten Bereich einen Ausgleich, ihre eigenen Inseln. Diese Inseln waren die Hinterhöfe mit ihren Stallungen und Gärten. Zunächst waren die Gärten Nutzfläche und die Stallungen dem Kleinvieh vorbehalten. Mit zunehmenden Wohlstand änderte sich der Gebrauch von Hof und Garten.

In diesen kleinen Hinterhöfen entstanden Kleinode voller Erinnerungen und Lebensgefühl. Die Athmosphäre reicht vom mediterane Stimmung bis zur fernöstlichen Anmutung. Besonders Auffällig ist dabei die Vorliebe der Menschen zum Wasser. Es entstanden hier Biotope, Koiteiche und kleine Flusslandschaften.

Mit den Veränderungen der natürlichen Landschaft verändert sich auch die Wohnkultur in diesen Siedlungen. Es ist mein Anliegen dies fotografisch festzuhalten.

© Sämtliche Nutzungsrechte an den abgebildeten Fotografien liegen bei Wolfgang Fröhling