Pixelprojekt_Ruhrgebiet - Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen

Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen zurück zur Übersicht

Karsten Rabas, Gelsenkirchen, 2003-2004 (zurück zur Übersicht)

Der Einblick ohne Ausblick.
Das Gebäude der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen fasziniert und bedroht mich zugleich. Deutschlands drittgrößtes Gefängnis ist eines der modernsten und architektonisch außergewöhnlich. Lange Zeit bin ich nur mit einem Schaudern daran vorbeigefahren. Wie mag es wohl darin aussehen? Der Wunsch war schon früh da, davon Bilder zu machen. Aber darf ich das? Erstaunlich einfach und unkompliziert war die Genehmigung.

Meine Bilder spiegeln das wieder, was ich empfunden habe. Trotz des riesigen Komplexes sind Menschen eher Randerscheinungen. Nur selten sieht man welche, gelegentlich hört man welche. Meine Bilder zeigen dies. Das Leben innen findet für die draußen überwiegend unsichtbar statt. Von außen sind es nur Mauern. Und dahinter? Meine Fotos sind ein Einblick hinter die Kulisse „Knast”, ohne voyeuristische Sicht auf die Menschen in ihm. Als Architekturfotograf geht es mir nur um die Sicht auf und hinter die Mauern. Von außen sehe ich nicht was dahinter ist und von innen nicht was außen ist. Innen sieht es der Häftling jeden Tag und sonst nur bei Haftantritt und Entlassung - Die Mauer.

© Sämtliche Nutzungsrechte an den abgebildeten Fotografien liegen bei Karsten Rabas