Pixelprojekt_Ruhrgebiet - Lost Spaces Graffiti

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Benito Barajas, Bochum / Dortmund / Hagen / Recklinghausen, 2008 (zurück zur Übersicht)

Lost Spaces Graffiti

Neben dem öffentlichen Raum gibt es die „Lost Spaces Graffiti“ (Verlassene Orte Graffiti): Sprayer malen in völliger Abgeschiedenheit an Orten, wohin sich außer ihnen niemand verläuft. Alte Bahnhöfe, Fabriken, verlassene Häuser, und Mauerreste im Ruhrgebiet dienen ihnen als Fläche für ihre Graffitis und Tags. Tagsüber und im Schutz der Räume entsteht eine Vielfalt an Graffitis.

Bilder und Texte wirken wie Hieroglyphen. Über Jahre werden die Räume von vielen Sprayern besucht. Keine Wand ist mehr weiß. Es entstehen massive Anhäufungen von Graffitis. Niemand entfernt sie. Die Räume erwecken den Anschein nicht mehr tot oder verlassen zu sein. Sie werden vertrauter.

„Bei meiner Arbeit fiel mir auf, dass es im Ruhrgebiet keine Ruine und keine alte Fabrik gibt, die noch nicht von Sprayern erobert wurde. Graffitis sind der Übergang zwischen der stillgelegten Industriekultur und ihrem Abriss.“

© Sämtliche Nutzungsrechte an den abgebildeten Fotografien liegen bei Benito Barajas