Pixelprojekt_Ruhrgebiet - Strukturen im Wandel

Strukturen im Wandel zurück zur Übersicht

Britta Lauer, Duisburg, 1996 (zurück zur Übersicht)

Die künstlerische Auseinandersetzung mit strukturellen Phänomenen fand Anfangder 90 iger Jahre ihren Ausgang in verschiedenen Ansichten industrieller Halden des Duisburger Hafens. Fasziniert vom Farben- undFormenreichtum der dortigen Erz- und Chemiehalden, die teilweise ''landschaftliche Qualitäten'' aufwiesen, begann ich Detailansichten ihrer unterschiedlichen Oberflächen auf Polaroids festzuhalten.

Eine weitere Anziehung übten später dann die gewaltigen Kohleanschüttungen der umgebenden Industrielandschaft auf mich aus.
Das geordnete Anschütten des Rohstoffs führt zu grafischen Lineaturen, die ich losgelöst von ihrem Landschaftlichen Kontext festhielt. Mit der Konzentration auf das Deitail, im wechselreichen Kontrast von Licht und Schatten, ergibt sich eine Abstraktion der vorgegebenen Flächen und Strukturen, die den Betrachter der Aufnahmen irritiert und nur schwer Rück-schlüsse auf räumliche Dimensionen zulässt.

Die künstlich geschaffenen Kohlehalden sind einem ständigen Wandel unterzogen und können in der Wirklichkeit nur für einen Moment faszinieren. Der Begriff von einer Zeit- ind Spurensicherung ist für mich von großer Bedeutung, da durch den industriellen Strukturwandel der Region, auch diese Hafenanlagen bald der Vergangenheit angehören werden.

Britta Lauer

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