Pixelprojekt_Ruhrgebiet - Aschura in Essen

Aschura in Essen zurück zur Übersicht

Frank Schultze, Essen, 2017 (zurück zur Übersicht)

Alljährlich feiern die Schiiten im Ruhrgebiet ihr Trauerfest ''Ashura'' in Essen.
Meist bezeichnet Aschura den letzten Tag der jährlich zehn Tage dauernden schiitischen Trauer- und Bußrituale (Schiitische Passionsspiele) zu Ehren des Martyriums des dritten Imams Husain ibn ʿAlī, eines Sohnes Alis und Fatimas, der Tochter des Propheten Mohammed.
Die Aschura-Riten der Schiiten bilden den Höhepunkt der Passionsfeiern im islamischen Monat Muharram. Während Aschura gedenken sie öffentlich der Schlacht von Kerbela im Jahr 680 im heutigen Irak. In dieser Schlacht wurden am 10. Tag im Monat Muharrem Husain ibn Ali sowie fast alle männlichen Verwandten getötet. Die Rituale des Aschura enthalten Erzählungen (Rouza-chwani), Trauerprozessionen in Trauerkleidung und Selbstgeißelung (genannt Sinazani oder Tatbir) sowie teilweise auch die kultische Inszenierung des Martyriums Husains (Ta’ziya).

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