Pixelprojekt_Ruhrgebiet - GLAUBEHOFFNUNGLIEBE-vom Antlitz innerer Bewegung

GLAUBEHOFFNUNGLIEBE-vom Antlitz innerer Bewegung zurück zur Übersicht

Georg Schreiber, Essen, 1992-2008 (zurück zur Übersicht)

Die Fotoarbeit GLAUBEHOFFNUNGLIEBE ist ein möglicher visueller Extrakt der umfangreichen Inszenierungen der Künstlerin Claudia Lichtblau.

Ihre Arbeit begleite ich seit Ende der achtziger Jahre.
Zu Beginn der neunziger Jahre entdeckte Claudia Lichtblau brachliegende Industrie-
Standorte als Werkstatt für ihre Arbeit jenseits der klassischen Bühnensituation.
So auch das Areal des heutigen Industriedenkmals Zeche Zollverein Schacht XII in
Essen, wo sie für zahlreiche unterschiedliche Räume und Freiflächen einen umfassenden
Inszenierungszyklus schuf.

Rupert J. Seidl, ehemaliger Intendant am Schloßtheater Moers, schreibt über ihre Arbeit:
''... Ihre Choreographien sind nicht Ausdruck künstlerischen Empfindens herkömmlicher
Definition. Ihre Arbeit produziert aus den Versatzstücken einer als Steinbruch genutzten
Tanzkunst reale Ereignisse, die sich jeder Bezeichnung, außer der des Wirklichen, entziehen.
... Ihr Tanz ist Sprache, die verstanden, aber nicht gedeutet werden kann, wie der Traum
oder das Gedicht. Ihre Arbeiten treffen objektive Aussagen über die Natur des Menschen,
objektiv, da durch die radikale Subjektivität gearbeitet und vorgetrieben in das, was jenseits
der Worte wahr ist. ... eine Arbeit, die mehr die Arbeit eines stillen Forschers am Leben, als
die eines Redners der Kunst und der Ästhetik ist. ... ''

März 2004, Georg Schreiber

© Sämtliche Nutzungsrechte an den abgebildeten Fotografien liegen bei Georg Schreiber