Pixelprojekt_Ruhrgebiet - luminous flux

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Silke Bartels, Bochum, Dortmund, 2011-2012 (zurück zur Übersicht)

»Gegen die Nacht können wir nicht ankämpfen,
aber wir können ein Licht anzünden.« - Franz von Assisi -
Mit dem Einzug künstlichen Lichts in unsere Kultur hat die Nacht ihre Gestalt verändert.
Die mit ihr einhergehende Dunkelheit schwand aus den Städten, zog sich aufs Land zurück und noch tiefer – sie wurde zur Rarität. Das nächtliche Licht beschränkt sich nicht mehr auf den Mond und eine entzündete Lampe in der eigenen Behausung, sondern nimmt, ganz und gar von Menschenhand geschaffen, mal dezent, oft mit brachialer Präsenz, unseren Lebensraum ein und geht über dessen Grenzen hinaus. Obwohl künstliches Licht ein Instrument des Menschen ist, unter anderem zur Inszenierung von Städten und Landschaften, entwickelt es eine Eigendynamik, die über die eigentliche Zweckbestimmung hinaus geht und den Anschein erweckt, als besäße es einen eigenen Willen.

© Sämtliche Nutzungsrechte an den abgebildeten Fotografien liegen bei Silke Bartels