Pixelprojekt_Ruhrgebiet - Taubenväter

Taubenväter zurück zur Übersicht

Reiner Lorenz, Bochum, 1980 (zurück zur Übersicht)

Knapp ein Drittel aller Brieftaubenzüchter (ca 62.000) sind im Ruhrgebiet ansässig. Hochburgen dieses Freizeitvergnügens sind neben Belgien die Niederlande und Deutschland – hier besonders also das Ruhrgebiet, wo Brieftauben auch gerne als „Rennpferde des kleinen Mannes“ bezeichnet werden. Dabei können wertvolle Zuchttiere durchaus mehrere tausend Euro kosten.

Brieftauben sind Tauben, die früher dazu verwendet worden sind, Nachrichten zu übermitteln. Heute werden diese Tauben hauptsächlich für Flugwettbewerbe gehalten und gezüchtet. Die Brieftaubenzüchter verstehen ihr Hobby im Allgemeinen als Sport, ähnlich dem Pferdesport.

Bei den Wettbewerben werden die Tauben mit einem Speziallastwagen zu einem etwa 100 bis 1.000 Kilometer vom Heimatort entfernten „Auflassplatz“ transportiert, von wo sie ihren Heimflug antreten. Zur besonders schnellen Rückkehr werden die Tauben motiviert, wenn im Heimatschlag ein Gelege zu bebrüten bzw. Jungtauben zu füttern sind („Nestmethode“) oder wenn die nach Geschlechtern getrennt gehaltenen Brieftauben bei der Rückkehr ihren Partner vorfinden („Witwerschaftsmethode“).

© Sämtliche Nutzungsrechte an den abgebildeten Fotografien liegen bei Reiner Lorenz